Corona Blog Tag 2 – Ein (fast) ganz normaler Tag und #coloragainstcorona

Der Wecker klingelt, die Sonne scheint, es ist ein ganz normaler Tag. Aber halt. Der simple Fakt, dass es bereits 7:00 Uhr und nicht – wie an wirklich normalen Tagen – 5:15 Uhr ist, deutet unweigerlich darauf hin, dass es eben kein normaler Tag ist. Noch nicht. Ich kann seit Montag jeden Tag fast zwei Stunden länger schlafen, weil meine Tochter nicht in die Schule darf. Im Moment finde ich das “Ausschlafen” eigentlich ganz angenehm und will mich zumindest darüber mal nicht beklagen.

Aber es bleibt die Erkenntnis, dass eben genau dieser Fakt fehlende Normalität bezeugt und dass das sonnige Frühlingswetter so gar nicht zur leicht endzeitlichen Stimmung im Lande und weltweit passen mag. Was wird dieser neue Pandemie-Tag in noch selbstauferlegter Quarantäne bringen? Im Moment habe ich noch einiges zu tun, aber ich kann jetzt bereits absehen, dass die Auftragslage dünner werden wird. Es gilt neue Wege zu gehen. Jetzt mehr denn je.

Gestern hatte ich zusammen mit einer Freundin eine Idee, die bereits konkrete Formen annimmt. Diese Freundin näht auf kleingewerblicher Basis und nach hören des vorgestrigen NDR Coronavirus Update Podcasts mit dem Virologen Prof. Drosten, kam mir die Idee, sie könnte doch Atemschutzmasken nähen. Natürlich keine, die den Träger ernsthaft vor irgendwas schützen, sondern solche, die die Anderen vor dem Auswurf des Trägers schützen. Prof. Drosten hat bestätigt, dass das eine gute Idee sein kann und er muss es wissen. Unter dem Hashtag #coloragainstcorona wird jetzt also genäht, was das Zeug hält. Atemschutzmasken aus Stoff, bei 60 Grad waschbar, nachhaltig und vor allem bunt. Dazu aber demnächst mehr.

Meine bzw. unsere Tochter zeigt bisher noch keinerlei Anzeichen von Lagerkoller und kümmert sich liebevoll zusammen mit meiner Frau um unsere (teilweise) Selbstversorung AKA Gemüsebeete. Bei dem herrlichen Wetter haben die beiden viel Spaß dabei und es geht voran.

Ich hatte heute tatsächlich einen kleinen Filmdreh in einem Sportstudio. Passt gerade so gar nicht in die Zeit? Doch, passt schon. Das Studio hat natürlich geschlossen und wir haben einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen (Abstand und so). Aber die Idee ist es, den Mitgliedern quasi Videotrainings anzubieten, da sie ja im Moment nicht normal trainieren gehen können. Eine gute Idee, finde ich.

Überhaupt wird die Bedeutung von Remote-Arbeit, Videokonferenzen und ähnlichem vermutlich durch Corona auch langfristig deutlich zunehmen, wenn auch der härteste Verweigerer feststellt, dass das doch ganz gut funktionieren kann. Wie die Welt nach Corona ausschauen könnte, skizziert übrigens sehr schön (und durchaus glaubhaft) der Zukunftsforscher Matthias Horx in seiner Re-Gnose aus dem Herbst 2020. Aber lest mal selbst.

https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/

Ein sehenswertes Video zum Thema Corona und Gesellschaft gibt es von Scobel auf YouTube.

Und das hier ist der täglich hörenswerte Coronavirus Update Podcast (die Sache mit den Atemschutzmasken beginnt etwa bei Minute 34)